Lederherkunft

Wo kommt unser Leder her?

Eines sei vorausgeschickt: Wir verwenden nur Häute, die ein Nebenprodukt der Fleischproduktion sind und verzichten vollständig auf Leder von bedrohten Tierarten.

Die von uns eingesetzten Leder stammen ausschließlich von renommierten Gerbereien und kommen hauptsächlich aus Italien. Dort kaufen wir nicht bei Händlern, sondern direkt bei Herstellern, mit denen wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten. Die Herkunft der Leder ist uns daher bekannt. Außerdem werden unsere Leder regelmäßig physikalisch und chemisch auf Schadstoffe geprüft. Möchten Sie mehr zu unserer Schadstoffüberwachung erfahren klicken Sie hier.

Neben Italien beziehen wir einen geringeren Anteil der Leder auch aus anderen Ländern, z.B. aus Portugal oder Indien. Auch hier handelt es sich zumeist um langjährige Lieferantenbeziehungen. Unsere Zusammenarbeit ist geprägt durch ein Vertrauensverhältnis – aber auch durch die Einhaltung der Vorgaben des Code of Conduct. Dies wird regelmäßig durch eigene MitarbeiterInnen vor Ort oder durch beauftragte Prüfstellen kontrolliert.

In unseren eigenen Werken prüfen unsere Lederinspektoren jedes einzelne Fell und kennzeichnen es. Durch genaue Archivierung können wir auch später für jeden einzelnen Schuh die Herkunft des verwendeten Leders nachverfolgen.

Der Großteil der Gerbereien, von denen wir unsere Leder beziehen, ist zertifiziert oder validiert nach: 

  • LWG (Leather Working Group)
  • EMAS (EU-Öko-Audit)
  • ISO 14001

 

Zertifiziert nach LWG

Die Leather Working Group (LWG) ist eine Initiative, in der sich unterschiedliche Akteure, wie z.B. Marken, Gerbereien oder auch Chemikalienhersteller zusammengeschlossen haben, um die Bedingungen in Gerbereien und bei Zwischenhändlern transparenter zu machen und nachhaltig zu verändern. Zur Umsetzung ihrer Ziele hat die Leather Working Group ein Audit-Protokoll für die nachhaltige und verantwortungsbewusste Lederproduktion entwickelt. An die Lieferanten werden dabei Ratings in den Kategorien Gold, Silver und Bronze vergeben.

Validierung nach EMAS

Das Eco-Management and Audit Schema (EMAS), auch bekannt als EU-Öko-Audit, wurde von der Europäischen Union entwickelt. Ähnlich wie bei der ISO 14001 sind Unternehmen selbst verantwortlich für ihre Umweltauswirkungen. Grundlegend für den Verbesserungsprozess ist eine umfassende umweltbezogene Bestandsaufnahme, die sog. Umweltprüfung. Organisationen sind dazu angehalten „die Festlegung und Umsetzung von Umweltpolitik, -zielen und -programmen sowie wirksamer Umweltmanagementsysteme“ (DGQ, 2019) zu initiieren. Wie auch bei der ISO 14001 muss die Umweltpolitik eine Selbstverpflichtung der Einhaltung aller einschlägigen Umweltvorschriften sowie zur kontinuierlichen Verbesserung umfassen.  Zusätzlich müssen Unternehmen über ihre Umweltauswirkungen kommunizieren, um eine Validierung nach EMAS zu erhalten.  Zertifiziert werden können Unternehmen, Dienstleister, Verwaltungen etc., aber auch andere Arten von Organisation einschließlich überstaatlicher Organisationen.

Zertifiziert nach ISO 14001

Die ISO 14001 ist ein Standard zur Einführung eines Umweltmanagementsystems mit dem Ziel, den Umweltschutz zu verbessern und Umweltbelastungen zu reduzieren. Grundlage dafür ist eine Umweltpolitik, die eine Selbstverpflichtung zur Einhaltung der bindenden Verpflichtungen sowie zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess beinhaltet. Es können Gesellschaften, Betriebe, Unternehmen, aber auch Behörden oder Institutionen nach ISO 14001 zertifiziert werden.

Geprüftes Bio Leder

Leder gilt als hochwertiger Naturstoff und als langlebiges Material für Kleidung und Schuhe. Für einige Modelle unserer neuen Marke Pius Gabor verwenden wir für das Obermaterial Bio-Leder. Unser Bio-Leder ist metallfrei, pflanzlich gegerbt und chemisch unbedenklich. Und es ist nach ISO Norm 20200:2004 kompostierbar. Die Norm, die eigentlich für den Nachweis der biologischen Abbaubarkeit von Plastik angewendet wird, wurde dazu modifiziert, um die Anwendbarkeit auch für Leder zu gewährleisten.

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