Life-Hacks für Schuhe im Check

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Sie sind erstaunlich einfach, bewirken aber viel: Life-Hacks, oder zu Deutsch „Lebens-Kniffe“, sind pfiffige Ideen, die uns den Alltag enorm erleichtern. Für Schuhe gibt es solche Tricks natürlich auch: Wir verraten Ihnen, was wirklich funktioniert und was Sie Ihren Schuhen zuliebe besser sein lassen sollten.

Im Netz findet man mittlerweile für fast jedes Problemchen eine clevere Lösung – meist in Form eines kleinen, aber eben genialen Drehs. Dieser Trend macht auch vor Schuhen nicht Halt und deshalb gibt es nun auch kreative Tricks für Sneaker, Pumps & Co. Aber bringen diese Kniffe wirklich das, was sie versprechen? Oder ist gar das Gegenteil der Fall und sie können unseren Schuhen vielleicht sogar schaden? Wir haben die beliebtesten Schuh-Hacks unter die Lupe genommen und decken auf, was wirklich wirkt und was sich gar nicht lohnt. Erfahren Sie hier, welche Ideen Sie sich unbedingt merken sollten und wann Bewährtes doch die bessere Alternative ist:

Life-Hack 1: Schnürsenkel „verlängern“

Sind die Schuhbänder zu kurz, wird das Zubinden zur mühsamen Kleinarbeit. Doch es gibt einen cleveren Trick, mit dem es wieder wie am Schnürchen läuft: 

  • Fädeln Sie die untere Reihe wie gewohnt ein.
  • Anstatt jetzt über Kreuz zu binden, führen Sie die Schnürsenkel auf jeder Seite unterhalb der Lasche in das Loch darüber. Über diesen verkürzten Weg sparen Sie etwas von der Schnur.
  • Fädeln Sie jetzt wieder die Schnürsenkel über Kreuz ein – so bietet der Schuh immer noch genügend Halt.
  • Wiederholen Sie diese beiden Schritte so lange, bis Sie oben angekommen sind und ohne Mühen eine Schleife binden können. 

Unser Fazit: Eine tolle Idee, die Sie ohne großen Aufwand problemlos anwenden können.

Life-Hack 2: Stoffschuhe imprägnieren

Manchmal spielt das Wetter einfach verrückt: Scheint morgens noch die Sonne, können mittags schon die ersten Schauer auftreten. Um keine unangenehmen Überraschungen zu riskieren, sollten Sie Ihre Stoffschuhe vorsorglich imprägnieren. Und selbstverständlich gibt es auch einen Life-Hack dafür – das Zauberwort heißt: Kerzenwachs. In vielen Do-it-yourself-Videos wird empfohlen, die Schuhoberfläche mit einem Teelicht oder einer farblosen Kerze einzureiben und anschließend das Wachs mit heißer Föhnluft auf dem Schuh einzuschmelzen. Die Wachsschicht wäre dann der wasserabweisende Schutz. Was sagen die Experten? Da bei dem Einreiben ein starker Druck erforderlich ist, kann das Material des Schuhs Schaden nehmen. Daneben wird der Oberstoff durch das Kerzenwachs luftdicht verschlossen, wodurch die Füße mehr ins Schwitzen kommen können. Außerdem gibt es heute nur noch selten Kerzen aus rein natürlichem Wachs. Dafür enthalten sie häufig Parafinöle, die unschöne Flecken auf dem Oberstoff hinterlassen können.

Unser Fazit: Heben Sie Ihre Kerzen lieber für Geburtstage und romantische Abende auf, denn Ihre Schuhe haben wirklich nichts davon. Verwenden Sie stattdessen einen pflegenden Imprägnierschaum. Der ist exakt auf dieses Bedürfnis ausgerichtet, ist schonender für Ihre Lieblinge und dank innovativer Formel auch verträglicher für Sie: Das sprühnebelfreie Produkt ist selbst für Allergiker geeignet und kann sogar in geschlossenen Räumen verwendet werden.

Life-Hack 3: Geruchskiller

Schuhe, die wir lieben, ziehen wir – selbstverständlich – häufiger an. Eine unschöne Folge kann aber ein bleibender Schweißgeruch im Schuh sein. Wie Sie den schnell und einfach wieder loswerden? Manche sagen: Abwarten und Tee trinken. Ein, zwei Teebeutel (im trockenen Zustand) sollen schon für Erfrischung sorgen. Einfach über Nacht in die Schuhe legen, die Beutel nehmen dann den unangenehmen Geruch auf. Im Anschluss müssen sie aber gleich weggeworfen werden, da der nun feuchte Tee schimmeln kann. Dazu kommt, dass ein Beutelchen pro Schuh nicht ausreicht, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Insgesamt ist der Hack wegen des hohen Verbrauchs an Teebeuteln also eher unpraktisch. Viel effektiver sind Schuhspanner: Die Spanner halten nämlich nicht nur in ihrer eigentlichen Funktion die Form Ihrer Lieblingsschuhe bei und mildern Knickfalten, sie entziehen ebenso nach jedem Tragen die Feuchtigkeit. Es gibt sie in verschiedenen Formen – passend zum Schuh und zur Größe – und in verschiedenen Materialien. Die Schuhspanner aus Schaumstoff haben zum Beispiel eine antibakterielle Wirkung, während die Spanner aus Holz (z. B. Birke) besonders langlebig sind.

Unser Fazit: Vor allem bei Schuhen, die Sie öfter tragen, sollten Sie zu den bewährten Schuhspannern greifen. Dadurch bleiben Ihre Lieblinge lange schön (weil faltenfrei) und ein gesünderes Fußklima gibt’s obendrein gratis dazu!

Life-Hack 4: Wo drückt der Schuh?

Beim Anprobieren im Laden haben sie noch wunderbar gepasst, später zeigt sich: die Schuhe sind doch zu eng. Nach einem langen, manchmal auch noch warmen Tag können unsere Füße schon mal anschwellen und passen dann nicht mehr so recht in den Schuh. Ein eiskalter Life-Hack soll bei Leder- und Stoffschuhen Abhilfe schaffen. Deren Obermaterial ist nämlich dehnbar und etwas Eis soll diesen Stretch-Vorgang beschleunigen können. Dafür wird ein verschließbarer Gefrierbeutel etwa bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt und an den Stellen im Schuh platziert, wo es am meisten drückt. Das Ganze kommt ins Tiefkühlfach, bis das Wasser gut durchfriert. Das sich ausdehnende Eis weitet schließlich langsam den Schuh. Die Methode funktioniert. Aber würden wir sie empfehlen? Nein, denn das Problem ist: Der Schuh wird unkontrolliert gedehnt und kann so an Passform einbüßen.

Unser Fazit: Verwenden Sie vor dem Tragen lieber ein Shoe Stretch Spray, das Sie gezielt an der Stelle auftragen, die Sie dehnen möchten. Gute Schuhreparatur-Werkstätten bieten ebenfalls einen Dehnservice an, hier können sogar etwas größere Platzprobleme behandelt werden.

Life-Hack 5: So steht der Stiefel

Das kennen Sie sicher auch: Sie ziehen Ihre Stiefel aus und egal wie Sie die Schuhe auch hinstellen, der Schaft will einfach nicht gehorchen und klappt immer zur Seite. Das sieht natürlich nicht nur unordentlich im Schrank aus, es entstehen auch noch unattraktive Knicke im Material. Ein simpler Trick soll das ändern: Werden zwei leere Flaschen in die Schuhe gestellt, bleiben die Stiefel aufrecht stehen. Aber: Das hat aber den Nachteil, dass die Luft im Schuh nicht mehr richtig zirkulieren kann. Nach einer Weile kann sich so sogar Schimmel bilden. Außerdem wird der Schaft nicht komplett ausgefüllt und ausgespannt, Falten können die Folge sein.

Unser Fazit: Ihre Stiefel stabilisieren Sie am besten mit einem handelsüblichen Schaftformer in der richtigen Länge und Weite. Sogenannte Sensomatic-Modelle bieten den optimalen Widerstand im Schuh und schützen sogar vor Überdehnung des Materials. Noch besser bleiben Ihre Stiefel in Form, wenn Sie auch noch antibakterielle Schuhspanner einlegen. Die nehmen den Schweiß schonend auf und beugen ebenfalls Knickfalten vor.